In Altenpflege verlangt man von Personal, dass die Würde von alten, behinderten Menschen geachtet wird. Das ist auch ganz richtig. Und das tun wir meistens; ich z.B. liebe überhaupt diese Menschen und mir kommt überhaupt nicht in Kopf sie irgendwie schlecht zu behandeln, erniedriegen oder so etwas.
Aber - ob unsere eigene Würde dabei geachtet wird?
Nur ein Beispiel. Wir haben jetzt eine neue Heimleiterin. Übrigens hat sie kein abgeschlossenes Studium und darf so etwas nicht machen, aber sie wurde eingestellt (hmmm... komisch... ich habe auch nicht abgeschlossenes Studium, "nur" 8 Semester - was unterscheidet mich von dieser Dame? Schreckliche Gedanke - vielleicht, dass ich nicht Deutsche bin?!)
Sie schrieb für uns einen Vorschrift - im Grunde ganz einfach. Früher sollten wir den Müll von Wohnbereichen nur am Samstag beseitigen (weil Hausmeister nicht da ist), ab jetzt auch am Sonntagen. Klar, sachlich, nichts besonderes.
Was steht aber in Vorschrift am Ende? "Nächstes Mal wird der nicht beseigigte Müll am Montag direkt in Schwesternzimmer abgestellt, und dann, bin ich mir sicher, wird das sofort fachgerecht entfernt".
Also, wir haben noch keinen Fehler gemacht, das ist keine Schimpferei wegen unbeseitigten Müll. Das ist erstmal nur Anweisung, was wir zu tun haben. Und sie schreibt dort bereits solche Sachen. Sollen wir nicht nächstes Mal die Müllsäcke direkt vor ihrem Arbeitszimmer lagern? Damit sie persönlich diese Säcke "fachgerecht entfernt"?
So hämisch werden die Leute behandelt, die oft älter sind, als diese Dame, die Familienmütter, das betrifft auch das examiniertes Personal.
Aber das ist kein Zufall, und das ist auch keine Besonderheit von neuer Heimleiterin. So ist überhaupt in unserem Heim üblich. So sieht unser Alltag aus. Man spricht mit uns grundsätzlich so, ohne Respekt überhaupt. Und nicht-examiniertes Personal wird überhaupt wie Ungeziefer behandelt. Ich habe manchmal Gefühl, ich bin in Armee: Disziplin, Hierarchie, Ordnung, hartes Benehmen. Alle, die andere Wahl haben, laufen von unserem Heim davon.
Unsere Leitung macht auch rechtswidrige Sachen. Z.B. Pausen zwischen Schichten nur 9 Stunden. Arbeit während 18,20,25 Tage ohne einzigen freien Tag. Das muss geändert werden, und das schaffen wir vielleicht noch zu ändern (gut, wenn keiner dabei Arbeitsplatz verliert - aber im Grunde ist mir das schon egal, ich kann nicht mehr so etwas aushalten).
Aber wie man der Heimleitung beibringen kann, die Unterstehende als Menschen zu betrachten und zu respektieren, das weiß ich, ehrlich gesagt, nicht.
Dienstag, 20. Juli 2010
Donnerstag, 8. Juli 2010
Russland
Ich denke, wäre richtig, öfters über die Lage in Russland hier zu berichten. Leider habe ich sehr wenig Zeit. Aber viel Informationen, von Freunden, Verwandten und russischen Linken und Kommunisten, aus Runet überhaupt.
Also ich denke, ab und zu sollte ich auch russisch-deutsche Übersetzungen machen (umgekehrt mache ich das ständig). Wie in Russland Berichte aus Deutschland sehr unvollständig und sehr ungenau sind, so auch haben die Deutschen, auch die Linken, nicht so viel Ahnung davon, was in Russland passiert. So denken viele, z.B., dass Russland immer noch etwas von Sozialismus behalten hat. Ja, es gibt sogar (wie mein linker Freund vor kurzem gesagt hat)die Bürgermeister aus KPRF...
Dabei ist die heutige Zustand von Russland furchterregend. Von Polizeiterror muss ich später extra schreiben: dazu gehören, z.B. schon mehrere Fälle, wo die Jugendämter die kleine Kinder von politischen Aktivisten buchstäblich entführen und in die Kinderheime stecken.
Russischer Kapitalismus ist wild. Anzahl an Milliardären ist fast höchste in der Welt, 2.Platz in der Welt mit 76 Dollar-Milliardären. In Moscau kann sich selbst "Mittelschicht" mehr leisten, als entsprechende Schicht in BRD. Was passiert dabei in kleinen Städtchen und Dörfern, die aussterben?
Hier übersetze ich nur einen Brief aus vielen, die in verschiedene Hilfsfonden kommen...
Das schreibt die Mutter von 4 Kindern. Sie bekommt ab und zu jetzt etwas Kleidung und Lebensmittel von orthodoxen Hilfsfond.
http://www.rusbereza.ru/engine/family.php?id=426
"Ich konnte nicht früher schreiben, weil ich kein Geld für Briefumschlag finden konnte. Jetzt haben wir etwas Fisch gefangen, verkauft und Briefumschläge gekauft. Wir dachten, unseres Leben wird besser, es wird aber schlimmer und schlimmer. Helfen sie uns, hören sie auf unser Schreien! Wir haben sogar keine Kartoffeln. Wir müssen wahrscheinlich die Kuh verkaufen, es gibt keinen Ausweg... Wir brauchen Lebensmittel, Kleidung, Waschmittel, Seife, Zahnpaste, Schampoo, Bettwäsche, Schulsachen, Socken und vieles anderes. Ich verstehe, es gibt viele solche Leute wie wir. Aber wir haben keine Hoffnung sonst. Helfen sie uns, ich bitte sie. Wir hocken nicht einfach zu Hause, wir suchen ganzen Tag die Arbeit, nach Hause kommen wir bereits müde, kaufen etwas zu essen für das Kleingeld, die wir gelegentlich verdienen, und nächsten Tag haben wir wieder nichts zu essen. Wir brauchen Hilfe, egal, welche..."
Es gibt viele solche Briefe...
Also ich denke, ab und zu sollte ich auch russisch-deutsche Übersetzungen machen (umgekehrt mache ich das ständig). Wie in Russland Berichte aus Deutschland sehr unvollständig und sehr ungenau sind, so auch haben die Deutschen, auch die Linken, nicht so viel Ahnung davon, was in Russland passiert. So denken viele, z.B., dass Russland immer noch etwas von Sozialismus behalten hat. Ja, es gibt sogar (wie mein linker Freund vor kurzem gesagt hat)die Bürgermeister aus KPRF...
Dabei ist die heutige Zustand von Russland furchterregend. Von Polizeiterror muss ich später extra schreiben: dazu gehören, z.B. schon mehrere Fälle, wo die Jugendämter die kleine Kinder von politischen Aktivisten buchstäblich entführen und in die Kinderheime stecken.
Russischer Kapitalismus ist wild. Anzahl an Milliardären ist fast höchste in der Welt, 2.Platz in der Welt mit 76 Dollar-Milliardären. In Moscau kann sich selbst "Mittelschicht" mehr leisten, als entsprechende Schicht in BRD. Was passiert dabei in kleinen Städtchen und Dörfern, die aussterben?
Hier übersetze ich nur einen Brief aus vielen, die in verschiedene Hilfsfonden kommen...
Das schreibt die Mutter von 4 Kindern. Sie bekommt ab und zu jetzt etwas Kleidung und Lebensmittel von orthodoxen Hilfsfond.
http://www.rusbereza.ru/engine/family.php?id=426
"Ich konnte nicht früher schreiben, weil ich kein Geld für Briefumschlag finden konnte. Jetzt haben wir etwas Fisch gefangen, verkauft und Briefumschläge gekauft. Wir dachten, unseres Leben wird besser, es wird aber schlimmer und schlimmer. Helfen sie uns, hören sie auf unser Schreien! Wir haben sogar keine Kartoffeln. Wir müssen wahrscheinlich die Kuh verkaufen, es gibt keinen Ausweg... Wir brauchen Lebensmittel, Kleidung, Waschmittel, Seife, Zahnpaste, Schampoo, Bettwäsche, Schulsachen, Socken und vieles anderes. Ich verstehe, es gibt viele solche Leute wie wir. Aber wir haben keine Hoffnung sonst. Helfen sie uns, ich bitte sie. Wir hocken nicht einfach zu Hause, wir suchen ganzen Tag die Arbeit, nach Hause kommen wir bereits müde, kaufen etwas zu essen für das Kleingeld, die wir gelegentlich verdienen, und nächsten Tag haben wir wieder nichts zu essen. Wir brauchen Hilfe, egal, welche..."
Es gibt viele solche Briefe...
Freitag, 25. Juni 2010
Ich bin wieder da
Ich habe lange nichts geschrieben und war überhaupt wenig im Internet - inzwischen bin ich umgezogen. Aus Kostengründen, innerhalb unserer Stadt. Einfach in eine billige Wohnung in Gebiet, wo die Arbeitslosen und Kleinverdiener wohnen. Die Wohnung ist ganz in Ordnung; Wald neben dem Haus, uns gefällt hier. Diese Gegend ist nicht so gepflegt wie sonst, aber so ist auch viel besser. Also ich finde nicht, dass wir etwas verloren haben. Die Wohnung ist nur 9 m kleiner, als vorherige, dafür ist die KM 200 Euro (!!!) weniger.
Nur die Menschen verstehe ich nicht ganz. Wenn ich auf der Arbeit oder Bekannten erzähle, wohin ich umgezogen bin, machen die runde Augen: "dort kann man doch nicht leben" (warum? Keine Ahnung). Und die Tochter, die lernt schließlich in Gym, und dort sind fast ausschließlich die Kinder von anständigen Eltern - kam von der Schule und sagte "Das macht mich in der Klasse unbeliebt, dass wir jetzt hier wohnen. Die lachen mich aus".
was soll das - eine Art Getto?
Also die Menschen, die hier wohnen, sind irgendwie von 2.Sorte?
Mir ist das übrigens völlig egal, viel wichtiger, dass es uns hier bequem ist, die Nachbarn eigentlich ganz nett wirken, und das Geld vielleicht nicht so schnell auskommt.
Nur die Menschen verstehe ich nicht ganz. Wenn ich auf der Arbeit oder Bekannten erzähle, wohin ich umgezogen bin, machen die runde Augen: "dort kann man doch nicht leben" (warum? Keine Ahnung). Und die Tochter, die lernt schließlich in Gym, und dort sind fast ausschließlich die Kinder von anständigen Eltern - kam von der Schule und sagte "Das macht mich in der Klasse unbeliebt, dass wir jetzt hier wohnen. Die lachen mich aus".
was soll das - eine Art Getto?
Also die Menschen, die hier wohnen, sind irgendwie von 2.Sorte?
Mir ist das übrigens völlig egal, viel wichtiger, dass es uns hier bequem ist, die Nachbarn eigentlich ganz nett wirken, und das Geld vielleicht nicht so schnell auskommt.
Samstag, 1. Mai 2010
Mittwoch, 21. April 2010
Sonntag, 18. April 2010
Was sollen junge Menschen tun?
Alle jungen Hartz-IV-Empfänger sollen nach dem Willen der Bundesregierung künftig binnen sechs Wochen ein verpflichtendes Arbeits- oder Fortbildungsangebot erhalten. Das kündigten Ursula von der Leyen und Guido Westerwelle an. Eine Ablehnung des Beschäftigungsangebots soll eine Kürzung der Hartz-IV-Zahlungen zur Folge haben.
Heute habe ich mit meiner Kollegin gesprochen. Sie ist 21 Jahre alt und hat bis jetzt keinen Ausbildungsplatz gefunden.
Nach der Schule arbeitete sie als Pflegehilfe in Krankenhaus, dann in Pflegeheim - insgesamt 3 Jahre. Sie hat sich ständig um einen Platz für Altenpflegeausbildung beworben. Erst in unserem Heim hat man ihr "ja" gesagt, allerdings sollte sie noch einen Jahr als Pflegehilfe bei uns arbeiten.
Jetzt darf sie ab Herbst die Schule anfangen.
Erfolgsgeschichte? Ja, aber es geht um ganz gut gefragte Ausbildung, die qualifizierte Altenpflegerinnen sind überall gesucht, und - es ist relativ leicht, so einen Ausbildungsplatz zu finden. Relativ - schließlich ich habe auch keinen Erfolg damit.
Wie sieht es aus in anderen Branchen, die nicht so schnell entwickeln wie unsere - ist schwer vorzustellen.
Tochter von meiner Bekannte war die beste in ihrer Realschule, dann hat mit Erfolg Abitur gemacht, und wollte eine Ausbildung als Logopädin machen. Sie schrieb um 60 Bewerbungen und hat eine Zusage bekommen - von Regensburg, 600 km von unserer Stadt.
Es geht nicht um Astronauten-Ausbildung, es geht um Massenberuf, um ganz normalen Beruf. Und das Mädchen hatte Abitur und sehr gute Noten - was sollen dann die machen, die keine so gute Schulabschluss schafften?
Also einen Ausbildungsplatz für jungen Mensch zu bekommen ist sehr, sehr schwierige Aufgabe.
Nach der Schule sollst du am besten einen "Sozialen Jahr" machen, also fast kostenlos arbeiten, dann wieder ohne Ausbildung - also für Geld, nur etwas höher als Hartz-4-Satz arbeiten, und wenn du Glück hast, darfst du vielleicht einmal auch eine Berufsausbildung machen.
Wenn du aber nicht hart und für kleines Geld arbeiten willst, wirst du einfach gezwungen.
So muss man das Leben anfangen. Von der Leyen hat natürlich Recht: junge Mensch soll sich nicht an Langzeitarbeitslosigkeit gewönnen.
Junge Mensch soll BERUF LERNEN. Und nicht in "Fortbildungsmaßnahmen", die nichts bringen, sondern in normalerAusbildung.
Aber diese Möglichkeit kann die Regierung nicht geben. Ausbildungsplätze sind knapp, und so wird es auch bleiben.
Die Regierung kann nur die Menschen bestrafen - und das soll angeblich Erfolg bringen.
Ach ja, ich will doch nicht radikal sein... vergessen...
Übrigens, eine Genossin hat versprochen meine Beiträge zu redaktieren, also ich hoffe, es wird bald weniger Fehler geben :)
Heute habe ich mit meiner Kollegin gesprochen. Sie ist 21 Jahre alt und hat bis jetzt keinen Ausbildungsplatz gefunden.
Nach der Schule arbeitete sie als Pflegehilfe in Krankenhaus, dann in Pflegeheim - insgesamt 3 Jahre. Sie hat sich ständig um einen Platz für Altenpflegeausbildung beworben. Erst in unserem Heim hat man ihr "ja" gesagt, allerdings sollte sie noch einen Jahr als Pflegehilfe bei uns arbeiten.
Jetzt darf sie ab Herbst die Schule anfangen.
Erfolgsgeschichte? Ja, aber es geht um ganz gut gefragte Ausbildung, die qualifizierte Altenpflegerinnen sind überall gesucht, und - es ist relativ leicht, so einen Ausbildungsplatz zu finden. Relativ - schließlich ich habe auch keinen Erfolg damit.
Wie sieht es aus in anderen Branchen, die nicht so schnell entwickeln wie unsere - ist schwer vorzustellen.
Tochter von meiner Bekannte war die beste in ihrer Realschule, dann hat mit Erfolg Abitur gemacht, und wollte eine Ausbildung als Logopädin machen. Sie schrieb um 60 Bewerbungen und hat eine Zusage bekommen - von Regensburg, 600 km von unserer Stadt.
Es geht nicht um Astronauten-Ausbildung, es geht um Massenberuf, um ganz normalen Beruf. Und das Mädchen hatte Abitur und sehr gute Noten - was sollen dann die machen, die keine so gute Schulabschluss schafften?
Also einen Ausbildungsplatz für jungen Mensch zu bekommen ist sehr, sehr schwierige Aufgabe.
Nach der Schule sollst du am besten einen "Sozialen Jahr" machen, also fast kostenlos arbeiten, dann wieder ohne Ausbildung - also für Geld, nur etwas höher als Hartz-4-Satz arbeiten, und wenn du Glück hast, darfst du vielleicht einmal auch eine Berufsausbildung machen.
Wenn du aber nicht hart und für kleines Geld arbeiten willst, wirst du einfach gezwungen.
So muss man das Leben anfangen. Von der Leyen hat natürlich Recht: junge Mensch soll sich nicht an Langzeitarbeitslosigkeit gewönnen.
Junge Mensch soll BERUF LERNEN. Und nicht in "Fortbildungsmaßnahmen", die nichts bringen, sondern in normalerAusbildung.
Aber diese Möglichkeit kann die Regierung nicht geben. Ausbildungsplätze sind knapp, und so wird es auch bleiben.
Die Regierung kann nur die Menschen bestrafen - und das soll angeblich Erfolg bringen.
Ach ja, ich will doch nicht radikal sein... vergessen...
Übrigens, eine Genossin hat versprochen meine Beiträge zu redaktieren, also ich hoffe, es wird bald weniger Fehler geben :)
Wenn ich Spiegel mal lese...
Es ist einfach schmutzig. Es ist natürlich nichts neues daran, aber - wie kann man so auf Dummheit von Lesern hoffen?
Also Die Linke in NRW vorbereitet sich zu Landtagswahl. Wir in Sauerland machen auch einiges: Plakatten aufhängen, Materialien in Briefkästen verteilen, an Stand die Leute werben; also es gibt jetzt viel zu tun.
Ich will nicht radikal sein. Ich glaube (hm...mm) an Möglichkeiten von Demokratie und das man einfach seine Meinung sagen darf, und die Partei, die diese Meinung vertritt, darf auch im Kampf um einen Platz in der Regierung teilnehmen.
Und dann lese ich so was: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,689345,00.html
Also natürlich der wichtigste Schwerpunkt von Die Linke überhaupt ist - legalisierung weicher Drogen.
Alles andere ist unwichtig. Natürlich! Gegen Erhöhung der Mehrwehrsteuer, für Mindestlohn usw - alle diese Fragen können meiste Leser der Spiegel mit Linke teilen! Deswegen lieber nichts dazu sagen, also fast keinen sachlichen Inhalt - nur versuchen, Die Linke wie ein Schar von gefährlichen Idioten vorzustellen.
Wegen weicher Drogen bin ich persönlich nicht sicher, dass ist für mich auch problematische Punkt. Aber in Programm steht dieser Punkt nicht allein, sondern daneben werden auch die Maßnahmen vorgeschlagen über Aufklärungsunterricht für die Schüler, Hilfen für Ausstieg von Drogen u.a. Aber das klingt doch zu vernünftig für Spiegel! Lieber nur einen Punkt nehmen und damit die konservative Leser richtig erschrecken. Und über alles andere schweigen.
Die Aussagen von CDU: "Die Zeit, in der die Entwicklung der Linksradikalen mit einem wohlwollenden 'Augenzwinkern' betrachtet wurde, ist vorbei", heißt es im "Rotbuch" - und dann wird aufgelistet, was bei einer Regierungsbeteiligung der Linken zu erwarten sei."
Bitte schön - ist das wirklich so, und Die Linke ist eine radikale Partei?
Also sich einfach etwas andere Geldumteilung in Gesellschaft zu wünschen, in normalem demokratischen Leben zu beteiligen - das alles ist radikal?
Dabei sind die "normalen" Genossen in der Linke, wenn sie nicht zu KPF gehören, keine Anhänger von DDR, von Sozialismus überhaupt. Alles, was sie wollen, steht auch in Prinzip auch in soziale Konzeption von Katholischer Kirche: etwas mehr Geld für die Armen, die Reichen sollten ein bisschen teilen. Und das ist schon radikal? Dann ist auch der Papst ein radikaler Sozialist.
Eigentlich so macht man die Menschen zu richtigen Radikalen - wenn man sie zuerst so nennt, obwohl sie überhaupt keine Radikalen sind.
Also Die Linke in NRW vorbereitet sich zu Landtagswahl. Wir in Sauerland machen auch einiges: Plakatten aufhängen, Materialien in Briefkästen verteilen, an Stand die Leute werben; also es gibt jetzt viel zu tun.
Ich will nicht radikal sein. Ich glaube (hm...mm) an Möglichkeiten von Demokratie und das man einfach seine Meinung sagen darf, und die Partei, die diese Meinung vertritt, darf auch im Kampf um einen Platz in der Regierung teilnehmen.
Und dann lese ich so was: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,689345,00.html
Also natürlich der wichtigste Schwerpunkt von Die Linke überhaupt ist - legalisierung weicher Drogen.
Alles andere ist unwichtig. Natürlich! Gegen Erhöhung der Mehrwehrsteuer, für Mindestlohn usw - alle diese Fragen können meiste Leser der Spiegel mit Linke teilen! Deswegen lieber nichts dazu sagen, also fast keinen sachlichen Inhalt - nur versuchen, Die Linke wie ein Schar von gefährlichen Idioten vorzustellen.
Wegen weicher Drogen bin ich persönlich nicht sicher, dass ist für mich auch problematische Punkt. Aber in Programm steht dieser Punkt nicht allein, sondern daneben werden auch die Maßnahmen vorgeschlagen über Aufklärungsunterricht für die Schüler, Hilfen für Ausstieg von Drogen u.a. Aber das klingt doch zu vernünftig für Spiegel! Lieber nur einen Punkt nehmen und damit die konservative Leser richtig erschrecken. Und über alles andere schweigen.
Die Aussagen von CDU: "Die Zeit, in der die Entwicklung der Linksradikalen mit einem wohlwollenden 'Augenzwinkern' betrachtet wurde, ist vorbei", heißt es im "Rotbuch" - und dann wird aufgelistet, was bei einer Regierungsbeteiligung der Linken zu erwarten sei."
Bitte schön - ist das wirklich so, und Die Linke ist eine radikale Partei?
Also sich einfach etwas andere Geldumteilung in Gesellschaft zu wünschen, in normalem demokratischen Leben zu beteiligen - das alles ist radikal?
Dabei sind die "normalen" Genossen in der Linke, wenn sie nicht zu KPF gehören, keine Anhänger von DDR, von Sozialismus überhaupt. Alles, was sie wollen, steht auch in Prinzip auch in soziale Konzeption von Katholischer Kirche: etwas mehr Geld für die Armen, die Reichen sollten ein bisschen teilen. Und das ist schon radikal? Dann ist auch der Papst ein radikaler Sozialist.
Eigentlich so macht man die Menschen zu richtigen Radikalen - wenn man sie zuerst so nennt, obwohl sie überhaupt keine Radikalen sind.
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